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Festmacher

Das Ende der Reise ist da. Zum letzten Mal werden die Festmacher aus der Backskiste geholt und sichern das Schiff im Hafen am Steg. Inzwischen sind die Handlungsabläufe klar. Wir sind die Manöver gewohnt.

Welche Verbindung haben Führungskräfte zu ihren Mitarbeitern? Aus wievielen Fäden werden die Seile geknüpft, die ihre Mitarbeiterbindung bedeuten? Verlassen sie auch mal einen Hafen und kehren nach einer Reise zurück?

Welche Knoten verwenden Sie und geben diese Ihnen Sicherheit?

„Wenn Du mit einer Frage kommst und mit 10 Fragen gehst, waren wir Erfolgreich.“ Das sagen wir hin und wieder unseren Kunden und SeeMinargästen. Gemeint ist dabei nicht, dass die Frage nicht beantwortet wird. Aber sie wird bewegt, gliedert sich in Unterfragen und entwickelt sich, umrundet ihren Kern, wirft neue Perspektiven auf. Nicht Selten sind Symbole und Situationen hilfreiche Unterstützer, Platzhalter für ganz einschneidende Erlebnisse.

In diesem Sinne freuen wir uns auf das nächste Jahr und das kommende SeeMinar im Juni 2016

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27. Juni 2016 – 1. Juli 2016

Der Termin für das Frühjahr steht: Vom 27.06.2016 – 01.07.2016 geht der Törn. Führungskräfte, Entscheider, angehende Führungskräfte, Selbständige sind eingeladen mitzureisen. Auf einer Reise, die neben den Führungsthemen auch eine Reise zu sich selbst und eine Reise in einer Gruppe darstellt.

Erfahrungen, Austausch, Ergänzung, Ermutigung. Wir freuen uns auf Sie!

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Auszug aus der Bordlektüre

Es gibt viel zu lesen an Bord. Die Interressenlage ist verschiedenst – das wissen wir bereits aus der MotivationsPotenzialAnalyse MPA. Für dein einen ist der Umgang mit der Zeit wichtig, für den anderen die Gestaltung von Besprechungen und deren Argumentationsketten. Wie moderiere ich solche Prozesse mit meinem Team? Welche Spielregeln helfen mir weiter und weche sollte ich ändern?

Ein Part im SeeMinar ist immer wieder auch die Beschäftigung im eigenen Lerntempo mit den Hintergründen. Und da die Resultate aus den eigenen Studien nicht nur einem selbst zugute kommen, sondern auch den anderen Teilnehmern, entsteht ein vielschichtiges Bild, welches zu anregenden Gesprächen vorallem im Sinne der Übertragbarkeit auf die eigenen Situationen anregt.

Wir sind gespannt auf Vorträge über verschiedene Methoden, über Spielregeln der Zusammenarbeit und über Konfliktlösungsstrategien.

Microtraining und Accelerated Learning

Viele Begriffe und Methoden kursieren, um Führungskräfte zu schulen. Inzwischen werden in fast allen Assessements Übungen eingebaut, mit denen man ganzheitliche, vielschichtige Beobachtungen machen kann.
Vom Accelerated Learning können wir das lösungsfocussierte Lernen entlang eines konkreten Problems lernen. Wir üben dann, nicht zu schnell zur Lösung zu kommen, damit das Problem erst richtig verstanden werden kann.
Microtrainings beziehen sich dabei auf ganz kleine Übungseinheiten. So ist beispielsweise die Führungsaufgabe, für die Mannschaft ein Frühstück zu bereiten, solch ein Microtrainig. Die Herausforderung besteht für Führungskräfte darin, nicht alles alleine zu machen, sondern den Prozess zu steuern die Crew mit einzubinden und verschiedenste Erwartungen umzusetzen.
Nach dem mehr oder weniger gelungenen Prozess, kann dann reflektiert werden: Wie bin ich angeleitet worden, sind meine Erwartungen erfüllt worden, ist es mir in der Kürze der Zeit gelungen, den anderen zur Mitarbeit zu motivieren?

Je präziser sie sich selbst in Führungssituationen beobachten lernen, desto erfolgreicher lernen Sie, solche Situationen zu gestalten.

Und das Beste: Jede noch so kleine Führungssituation kann Ihnen zur Übung dienen. Lernen Sie daher, eigene Beobachtungskategorien zu entwickeln, mit denen Sie ihren Alltag als Übungsplatz neu entdecken können.  Nehmen Si ezum Beispiel den Besuch in einer fremden Stadt. Wie werden sie – allein durch die Architektur, Reiseführer, Schilder, Ansprache von Einwohnern oder Touristen – geführt? Wie führen Sie, wenn Sie plötzlich in der Fußgängerzone stehen und ganz intensiv etwas auf einem Balkon bestaunen?

Rückkehr in den Alltag

Das Feedback zeigte deutlich, wie wichtig es war, an Bord, in überschaubaren Situationen, die gelernten Modelle zu üben, auszuprobieren, auf verschiedenste Weise anzuwenden. Gleichzeitig war die gute Stimmung, der Flow in der Tätigkeit und in den Gesprächen eine sehr motivierende Unterstützung. „Wenn ich jetzt die Modelle anwende, werde ich immer an diese schöne Reise zurückdenken – das motiviert mich besonders!“ ist nur ein positives Feedback eines Teilnehmers.
Wenn wir in gut zwei Wochen miteinander sprechen, wird sich an der Realität prüfen, wie stark die Modelle, Analysen, Reflektionen und Aufgaben wirklich verinnerlicht wurden. „Er-innern“ bedeutet, das Gelernte mit dem inneren zu verbinden.

Auf zu neuen Führungserfahrungen

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Nochmal mit richtig Wind hoch am Wind gesegelt. Die Reise gegen die inneren Widerstände wird nun erst beginnen. In unserem Feedforward haben wir beschrieben, welche konkreten Aufgaben uns zuhause erwarten, wie wir diese in den nächsten 14 Tagen bearbeiten und welche Konsequenzen auftreten, wenn es nicht passiert. Am Nachmittag tragen wir nochmal zusammen, was weiter entwickelt werden kann, wo der Kurs des SeeMinars korrigiert werden kann und wie zukünftige Teilnehmer angesprochen werden können.
Schnell wird klar, wie entapannt und doch nachhaltig gerade diese 5 Tage ausserhalb der Arbeitswelt sind. Dass das Abrufen der Führungsthemen und Modelle zu jeder Tag und Nachtzeit erfolgt ist und immer ein offenes Ohr für die entstandenen Fragen vorhanden war, macht die Intensität der Woche aus. Auch dass ganz konkrete Fallbeispiele aus der persönlichen Situation der Teilnehmer bearbeitet wurden, wird als sehr gut wahrgenommen.
Wir bedanken uns für die Offenheit und die Mitarbeit der Teilnehmenden und freuen uns auf die nächsten SeeMinare. Im Oktober 2015 wird es wieder losgehen… Noch sind Plätze frei.

ErIch – die vierte Etappe: Capi Creek – Fethiye

„Führe dahin, dass wir alle um 9:00 Uhr zufrieden gefrühstückt haben“ lautete die Aufgabe. Und dahinter verbirgt sich ein überschaubarer Prozess: Wo wird delegiert, wie wird damit umgegangen, wenn eigene Fähigkeiten geringer sind, als die des Teams, wann wird der Prozess eingeleitet oder auch welche Wirkung erzeugt die Führung auf die Anderen? Diese Fragen lassen sich an einer zeitlich bedingten Aufgabe gut studieren. Erst recht, wenn verschiedene Teilnehmer die gleiche Aufgabe durchführen. Wie bereitet sich der eine, wie der andere vor? Wird im Vorfeld schon auf die Situation hingearbeitet oder in den strengen zeitlichen Grenzen zwischen Aufstehen und Frühstücken gearbeitet als Führungskraft. Wird überwiegend delegiert oder alles selbst gemacht?
Das ErIch-Modell ist aus der Klärung der Frage entstanden, welche Erfolgsfaktoren für die Delegation von Verantwortung erfüllt sein müssen. Neben den sozialen und fachlichen Fähigkeiten gehören dazu die klare Aufgabenstellung, der Entscheidungsrahmen, die Kenntnis von Konsequenzen, die Freiwilligkeit und die Unteilbarkeit der Verantwortung.
Dann kommt der Wind. Wir fahren bei achterlichen Kursen Richtung Fethiye und erläutern strategische Vorgehensweisen. Wenn wir mehr Segelfläche hochziehen und mehr Anluven, werden wir zwar schneller, müssen aber auch eine weitere Strecke zurücklegen. Wird sich die Etappe dadurch verlängern oder verkürzen? Wie geht die Physik am Segel – was deckt das Großsegel ab und wie verhält sich die Ruderkraft dazu.
Dem Fachsimpeln ist damit der Raum geöffnet und wir genießen das vollkommen andere Thema. Dennoch können wir hin und wieder feststellen, wie sich Formulierungen aus den Modellen einschleichen. Wir sprechen über Konsequenzen und Aufgabenstellungen in der Steuerung, über die fachlichen und sozialen Fähigkeiten und die Entscheidungen des Skippers. Dass wir alle gerne und freiwillig segeln, ist offensichtlich.
Am Abend machen wir uns noch auf den Weg in die Stadt. Genießen den Sundowner an der Pier und bummeln dann zum Fischmarkt. Dort kaufen wir unseren Fisch direkt beim Fischer und lassen ihn in den danebenliegenden Restaurants zubereiten. Der Fußweg zurück zur Marina tut uns gut. Wiederum geht ein schöner Tag zuende.