ErIch – die vierte Etappe: Capi Creek – Fethiye

„Führe dahin, dass wir alle um 9:00 Uhr zufrieden gefrühstückt haben“ lautete die Aufgabe. Und dahinter verbirgt sich ein überschaubarer Prozess: Wo wird delegiert, wie wird damit umgegangen, wenn eigene Fähigkeiten geringer sind, als die des Teams, wann wird der Prozess eingeleitet oder auch welche Wirkung erzeugt die Führung auf die Anderen? Diese Fragen lassen sich an einer zeitlich bedingten Aufgabe gut studieren. Erst recht, wenn verschiedene Teilnehmer die gleiche Aufgabe durchführen. Wie bereitet sich der eine, wie der andere vor? Wird im Vorfeld schon auf die Situation hingearbeitet oder in den strengen zeitlichen Grenzen zwischen Aufstehen und Frühstücken gearbeitet als Führungskraft. Wird überwiegend delegiert oder alles selbst gemacht?
Das ErIch-Modell ist aus der Klärung der Frage entstanden, welche Erfolgsfaktoren für die Delegation von Verantwortung erfüllt sein müssen. Neben den sozialen und fachlichen Fähigkeiten gehören dazu die klare Aufgabenstellung, der Entscheidungsrahmen, die Kenntnis von Konsequenzen, die Freiwilligkeit und die Unteilbarkeit der Verantwortung.
Dann kommt der Wind. Wir fahren bei achterlichen Kursen Richtung Fethiye und erläutern strategische Vorgehensweisen. Wenn wir mehr Segelfläche hochziehen und mehr Anluven, werden wir zwar schneller, müssen aber auch eine weitere Strecke zurücklegen. Wird sich die Etappe dadurch verlängern oder verkürzen? Wie geht die Physik am Segel – was deckt das Großsegel ab und wie verhält sich die Ruderkraft dazu.
Dem Fachsimpeln ist damit der Raum geöffnet und wir genießen das vollkommen andere Thema. Dennoch können wir hin und wieder feststellen, wie sich Formulierungen aus den Modellen einschleichen. Wir sprechen über Konsequenzen und Aufgabenstellungen in der Steuerung, über die fachlichen und sozialen Fähigkeiten und die Entscheidungen des Skippers. Dass wir alle gerne und freiwillig segeln, ist offensichtlich.
Am Abend machen wir uns noch auf den Weg in die Stadt. Genießen den Sundowner an der Pier und bummeln dann zum Fischmarkt. Dort kaufen wir unseren Fisch direkt beim Fischer und lassen ihn in den danebenliegenden Restaurants zubereiten. Der Fußweg zurück zur Marina tut uns gut. Wiederum geht ein schöner Tag zuende.

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