8×8 die dritte Etappe: Ekincik Limani nach Capi Creek

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Zugegeben – mit Segeln war es heute nichts. Unter Maschine liefen wir die guten vier Stunden an der Küste entlang – hatten dafür aber Zeit andere Themen wieder aufzugreifen und zu spezifizieren, das bisher gelernte anzuwenden und zu entwickeln.
Am Morgen gab es eine Einführung in das 8×8 – eine Gesprächslandkarte, die hilft, den Mitarbeiter auf seinen eigenen Lösungsweg zu begleiten. Sie gibt uns auch Erkenntnisse darüber, welchen Erfahrungshorizont der Mitarbeiter hat und in welchen Feldern es gegebenenfalls Führung und Ergänzung braucht.
Nachdem wir alle unsere MPA-Analyse ausgewertet vorliegen haben und in einem Spinnendiagramm eine Teamanalyse an Deck für alle sichtbar ist, beginnt in den Gesprächen die genauere Konzentration auf einzelne Motivausprägungen, auf die Führungssituationen und die möglichen Herangehensweisen. Wenn ich selbst sehr Mitenscheidungsgeprägt bin, das Gegenüber jedoch das Motiv der Selbstentscheidung stark antreibt – was kann ich dann tun? Welche anderen, meiner Motive helfen mir dabei, Anweisungen und Aufträge an ihn so zu formulieren, dass er selbst entscheiden kann und meine Mitentscheidung nicht torpediert wird?
Zwei konkrete Führungsfälle werden über den Tag immer wieder betrachtet. Wir erstellen zunächst ein vermutetes Profil, überlegen anhand des Materials, welche Ausprägung der Mitarbeiter in den einzelnen Motiven wohl hat und diskutieren dann, was könnte ein mögliches Verhalten für die Führungskraft sein.
Hinzu kommen verschiedene Erfolgsmodelle aus dem kleinen Büchlein „50 Erfolgsmodelle“ von Mikael Krogerus, Roman Tschäppeler und Philip Earnhart. Wir prüfen ihre Wirksamkeit direkt an den von uns geschilderten Führungssituationen mit positivem Ergebnis.
Auch dieser Tag ist gelungen. In der abendlichen Feedbackrunde stellt sich heraus, wie wirkungsvoll die Auseinandersetzung mit den konkreten Fällen ist. Eine umfangreich ToDo-Liste für die nächsten Schritte mit verschiedenen Mitarbeitern ist entstanden. Und die Erkenntnis hat sich gefestigt, dass die Lösung vieler Probleme meistens im Mitarbeiter veranlagt ist. Die Kunst der dialogischen Führung liegt in der Kunst, die richtige Frage stellen zu können. Dabei hilft die Gesprächslandkarte 8×8, indem sie genaueres Zuhören und Einordnen der Gedanken des Gegenübers so ermöglicht, dass die eigentliche „Frage hinter der Frage“ erscheinen kann. Erst wenn wir zu dieser tieferliegenden Frage beitragen, erreichen wir nachhaltige Motivation und finden die für den Mitarbeiter richtigen Wege.

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